Schulabgänger haben zwei Möglichkeiten einen Beruf zu lernen: Sie besuchen eine Berufslehre (erster Berufs­bildungs­weg) oder schlagen den Weg über das Gymnasium und Hochschule ein (zweiter Berufsbildungsweg) ein. Beide Ausbildungen sind dadurch gekennzeichnet, dass mehr oder weniger vorgegebene Lerninhalte und Abläufe zu einem Qualifikationsverfahren führen, das in einem Ausweispapier gipfelt, mit dem Zugang zu bestimmten Arbeitsplätzen als Angestellte möglich sind. Lern- und Arbeitsleistungen auf diesem Weg sind messbar, vergleich- und belegbar.

 

Drei Aspekte fehlen bei beiden Wegen:

  • Nichtmessbare Kompetenzen spielen zwar eine Rolle für die spätere berufliche Tätigkeit, aber in der Ausbildung kaum - gerade weil sie nicht messbar sind. Ein Qualifikationspapier gibt in der Regel deshalb auch keine Auskunft über nichtfachliche, nichtmessbare Kompetenzen, die jedoch für die Berufspraxis besonders bedeutsam sind.
  • Beide Wege bieten kaum unternehmerische Gestaltungsmöglichkeiten für den eigenen Lern- und Ausbildungsprozess. 
  • Die Sinnfrage nach dem, was Lernende in ihrer Berufsausbildung tun müssen stellt sich ihnen immer häufiger, findet aber zu selten eine befriedigende Antwort - schon gar keine aus ihnen selber heraus.

Diese drei Punkte sollen beim Dritten Berufsbildungsweg anders sein. Kompetenzerwerb statt Qualifikation oder anders formuliert Handlungsfähigkeit statt erfolgreiches Abrufen von Wissen stehen im Zentrum. Den Lernenden soll der Dritte Berufsbildungsweg die Möglichkeit geben, einen selbstgesteuerten Lernweg unternehmerisch und individuell zu gestalten und auf diesem Weg Kompetenzen zu erwerben, die entweder dazu führen, sich beruflich selbstständig zu machen oder in der Berufswelt gleichwertig zu den Qualifikationspapieren des 1. und 2. Bildungsweges Anerkennung finden.

 

Im Zentrum des Dritten Berufsbildungsweg stehen sogenannte Kompetenz-Journeys. Wie diese funktionieren, steht hier.

 

Anschrift:

Dritter Berufsbildungsweg

Chürzi

CH-8854 Galgenen

 

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